Shisha Naturkohle: Eine entscheidende Zutat für die perfekte Shisha

Shisha Naturkohle: Eine entscheidende Zutat für die perfekte Shisha

Für die meisten Shisha-Raucher ist der Prozess des Rauchens ein Ritual. Das beginnt schon bei der Vorbereitung der Shisha und endet mit deren entspannten Genuss - egal ob alleine oder mit Freunden. Dabei spielt die Art der Kohle eine entscheidende Rolle. Auch wenn die Verwendung selbstzündender Kohlen unkomplizierter ist, schwören eingefleischte Raucher häufig auf Naturkohle. Doch warum ist das so? Und welche Vor- und Nachteile birgt Naturkohle gegenüber der selbstzündenden Variante?

Shisha Naturkohle: Zusammensetzung und Herstellung

Wer in Europa Naturkohle für die Shisha kauft, der erhält in 90 Prozent der Fälle Kohle aus Kokosnussschalen. Aber auch Bambus oder Zitronenholz können für die Herstellung der Kohle verwendet werden.

Die meiste Shisha Naturkohle kommt aus Indonesien. Bei der Herstellung werden die Schalen der Kokosnuss verbrannt und zu einem feinen Pulver gemahlen. Durch Zugabe von Wasser und Stärke von Tapioka-Bäumen entsteht eine Masse, die anschließend gepresst und getrocknet wird, um die Kohle zu erhalten.

Bei der Herstellung der Kohle gibt es viele Faktoren, die sich auf die Qualität des Endprodukts auswirken. Dazu gehören der Druck beim Pressen der Kohle, das Verhältnis der Inhaltsstoffe und ob die Kohle in einem Ofen oder an der Sonne getrocknet wird. Insbesondere die Verwendung von Streckstoffen wie Chemikalien oder Holzspäne kann sich negativ auf die Qualität auswirken. Schlechte Naturkohle erkennt ihr daran, dass sie beim Entzünden eine hohe Rauchentwicklung hat und schlecht riecht oder ihr beim Rauchen trotz perfekter Temperatur und gut gebautem Kopf einen Nebengeschmack wahrnehmt.

Unterschiede zwischen selbstzündender Kohle und Naturkohle

Nahezu jeder Shisha-Raucher beginnt seine Raucherkarriere mit selbstzündender Kohle. Diese werden aus Kohlenstaub gepresst und mit Kaliumnitrat und Schwefel angereichert. Seltener kommt Magnesium zum Einsatz. Das Resultat ist ein geringer Schwarzpulver in der Kohle, der dazu führt, dass diese nur mit Einsatz eines Feuerzeugs entzündet werden kann und in wenigen Minuten rauchbereit ist. Beim Rauchen mit selbstzündender Kohle ist immer ein gewisser Geschmack nach Kohle wahrnehmbar und die Brenndauer ist im Vergleich zu Naturkohle deutlich geringer.

Naturkohle hingegen benötigt beim Entzünden aufgrund der Tatsache, dass sie keine Inhaltsstoffe enthält, die das Anzünden erleichtern, eine kontinuierliche Hitzezufuhr über längere Zeit. Daher sind beim Anzünden Hilfsmittel erforderlich. Für eure Mühe werdet ihr jedoch mit einer Kohle mit langer Brenndauer belohnt. Zudem hat die Naturkohle nur sehr wenig Eigengeschmack, weshalb das Aroma des Tabaks besonders gut zur Geltung kommt.

Wer beim Shisha-Rauchen Naturkohle verwendet, der wird im Ergebnis nahezu immer eine bessere Shisha erhalten als es beim Verwenden von selbstzündender Kohle der Fall wäre. Ihr geringer Eigengeschmack und die Rauchentwicklung und Brenndauer der Kohlen sprechen für sich. Falls ihr bisher nur mit selbstzündender Kohle geraucht habt, solltet ihr Naturkohle unbedingt ausprobieren.

Shisha Naturkohle anzünden

Es gibt diverse Methoden, um Naturkohle für eine Shisha anzuzünden. Je nach Vorgehensweise dauert es etwa 5 - 15 Minuten, bis die Naturkohle brennt und auf die Shisha gelegt werden kann. Hier sind die gängigsten kurz erklärt:

  • Gas Kohleanzünder: Mit einem Gasbrenner oder einem Campingkocher kann Naturkohle relativ schnell entzündet werden. Allerdings solltet ihr bedenken, dass ihr Gaskartuschen nachkaufen müsst.
  • Elektrischer Kohleanzünder: Diese speziellen Geräte sind in jedem gut sortierten Shisha-Handel erhältlich. Im Grunde handelt es sich um einen kleinen Elektrogrill mit einem stabilen Gitter, auf das die Kohlestücke gelegt werden.
  • Grill: Wenn ihr sowieso am Grillen seid, könnt ihr die Naturkohle natürlich auch auf jedem handelsüblichen Elektro- oder Holzkohlengrill anzünden.

Vor- und Nachteile von Shisha Naturkohle im Überblick

Vorteile

  • 60 - 120 Minuten Brenndauer
  • Naturprodukt (im Idealfall ohne chemischen Zusatz)
  • Gute Rauchentwicklung und neutraler Geschmack

Nachteile

  • Anzünden nur mit Hilfsmittel möglich
  • Höhere Anschaffungskosten

Fazit: Naturkohle sorgt für das beste Rauchvergnügen

Trotz des Mehraufwands beim Anzünden und des höheren Preises ist Naturkohle die bessere Wahl für den richtigen Genuss einer Shisha. Wer bereit ist, die Nachteile auf sich zu nehmen, der wird mit einer rauchfreudigen Shisha belohnt, bei der sich der Tabakgeschmack voll entfalten kann.